|
Bandinfo - Interview
Roland Kaschube vom Musikmagazin „ Access All Areas“ führte im Januar 2008 ein Interview mit der Rockformation „FRANKENFISH“, bestehend aus Thomas Tomsen-Gitarre/Leadgesang, Melanie Tomsen-Schlagzeug/Gesang und Marc Stein-Bass/Gesang. Herausgekommen ist dabei ein interessantes Gespräch mit drei jungen (?) Musikern, die wie sie selbst sagen, für ihre Musik keine Schublade wissen.
Hallo. Zuerst einmal möchte ich wissen, wie Ihr Drei Euch gefunden habt?
Marc: Na ja, was heißt gefunden? Wir sind so etwas wie ein Familienunternehmen. Wir sind alle drei miteinander verwandt, wollen aber nicht die härtere Variante der Kelly Family werden (lacht).
Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben?
Melanie: Ich würde sagen wir machen einfache, harte und gradlinige Rockmusik mit teils mehrstimmigen, melodischen Gesang und tiefer gestimmten Gitarren. Andere würden vielleicht meinen, es ist grooviger, teils moderner, teils traditioneller Hardrock, nur halt mit deutschen Texten. Manche sagen sogar es wäre Metal. Ehrlich gesagt wissen wir dafür keine Schublade. Wir planen unsere Musik nicht, sie ist einfach Resultat dessen, was bei unseren Sessions dabei herauskommt. Direkt aus dem Bauch. Wir machen das, was uns gefällt, ohne dabei nach links oder rechts zu schauen. Und scheiß auf Trends..
Wieso eigentlich deutscher Gesang?
Thomas: Wieso eigentlich nicht? Wir sind nun mal Deutsche und wir sprechen auch etwas besser Deutsch als Englisch (lacht), was das Song schreiben natürlich ungemein erleichtert. Die Erste CD von uns kam allerdings noch mit englischen Texten. Aber die nächsten 4 Scheiben waren mit deutschem Gesang. Ich hatte die Ersten Demos von den Deutschsongs, 1994 als junger Hüpfer aufgenommen, als z.B. Rammstein noch gar nicht bekannt waren.
Wie hießen denn Eure anderen vier Scheiben?
Melanie: Zerstörer von `98, Stahl&Eisen von `99, Best of plus 6 von `01, und Albtraum von `04. Als nächstes ist noch ein Live Album geplant.
Wovon handeln Eure Texte?
Marc: Da legen wir uns nicht fest. Die Songs handeln von Albträumen, Wut, Sex, Liebe, Freunden, Problemen, die Welt, das Universum, Fantasien, Lügen, usw. Wir nehmen uns selber nicht so ernst, aber die Inhalte sind entweder selbst erlebte Geschichten oder Meinungen, und haben trotz Schlichtheit immerhin einen Sinn (lacht). Wir texten eher in der Art der englischen und amerikanischen Bands. Diese typischen Deutsch-Texte mit Tausend Worten pro Song, sind nicht unser Ding.
Wie seid Ihr auf den Namen Frankenfish gekommen?
Thomas: Den haben wir vom gleichnamigen Horrorstreifen. Diesen Frankenfish gibt es in Asien und den USA tatsächlich! Es ist ein grottenhässlicher Raubfisch, der in Amerika viel Schaden anrichtet und sehr gefürchtet wird. Hässlich wie Frankenstein ist der Fisch, ein richtiger Frankenfish eben. Übrigens, hießen wir auf der letzten CD noch Böser Tomsen. Da gab es aber zu viele Vergleiche mit den Böhsen Onkelz. Deswegen die Umbenennung.
Seid Ihr als Trio, live denn flexibel genug?
Melanie: Doch, doch, das kracht schon bei unseren Auftritten. Da wird auch mal ein Van Halen mäßiges Solo geschreddert oder an Bass und Drums soliert, wenn es passt. Gute Musik ist ja auch nicht von der Anzahl der Bandmitglieder abhängig. Wir spielen nicht wie Rush, aber dafür singen wir live teilweise dreistimmig.
Was sind Eure Ziele?
Marc: Die deutsche Antwort auf King`s X werden. Nein quatsch. Außer den Plänen für die Live-CD wollen wir vor allem Live spielen, so oft wie möglich.
Thomas: Diese Band ist ein Fun-Ding. Wir spielen für unseren eigenen Spaß. In Erster Linie muß es uns selbst gefallen.
Ok, ich möchte mich bei Euch für dieses Gespräch bedanken und wünsche Euch viel Spaß und Erfolg für die Zukunft.
Wer die Band kontaktieren oder für Auftritte buchen möchte kann dies tun unter:
Telefon: 05171 / 590091 Handy: 0163 / 5675100
e-mai: info@frankenfish.de
|